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Artikel Wechselwillige müssen sich beeilen Artikel als PDFQuelle: www.a-z.ch / 31.10.2009 Prämienschock bei den Krankenkassen – Finden Sie die günstigste Lösung Setzen Sie sich, bevor Sie den nächsten Brief von Ihrer Krankenkasse öffnen. Wenn Sie Pech haben, kostet Sie die obligatorische Grundversicherung 2010 bis zu 40 Prozent mehr! Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Es gibt Sparmöglichkeiten. Spartipp 1: Kassenwechsel In Zürich sparen Sie mit einem Wechsel vom teuersten zum güns¬tigsten Anbieter 3632.40, in Chur 1813.20 und in Luzern 2494.80 Franken. Ein Kassenwechsel in der Grundversicherung lohnt sich für fast alle. Sie können Ihre Grundversicherung bis Ende November kündigen. Danach müssen Sie sich bis Ende Dezember bei einer neuen Kasse anmelden. Diese muss Sie aufnehmen! Tun Sie es per Einschreiben. Musterbriefe finden sich auf den Internetseiten von Vergleichsdiensten (siehe Box unten). Ein Wechsel in der Zusatzversicherung, beispielsweise für die Spitalversicherung (Halbprivat / privat), ist komplizierter: In diesem Versicherungszweig dürfen die Anbieter die Aufnahme wegen Ihres Gesundheitszustands oder Ihres Alters ablehnen. Kündigen Sie daher eine Zusatzversicherung erst, wenn Ihnen eine neue Kasse die Aufnahme zu gleichen Konditionen zugesichert hat. Wer seine Zusatzversicherung nicht mehr wechseln kann, hat immerhin die Möglichkeit, zu einer günstigeren Grundversicherung zu wechseln. Das verursacht einen etwas höheren administrativen Aufwand. Spartipp 2: Franchise erhöhen Wer bereit ist, im Krankheitsfall 500, 1000, 1500, 2000 oder 2500 Franken aus dem eigenen Sack zu zahlen, erhält neu nur noch einen Prämiennachlass von 140 bis 1540 Franken. Viele Kassen kürzen die Rabatte teilweise stärker, oft bei den höchsten Franchisestufen. Deshalb gilt: Angebote genau vergleichen. Übersteigen die Behandlungskosten den Franchisebetrag, wird ein Selbstbehalt von zehn Prozent oder höchstens 700 Franken verrechnet. Dies bedeutet, dass Sie bei der höchsten Wahlfranchise im Extremfall innert eines Jahres bis zu 3200 Franken selber berappen. Tatjana Merz-Kursawe, Krankenkassenexpertin beim VZ VermögensZentrum, rät: «Wenn Sie die Franchise erhöhen, sollten Sie den monatlich eingesparten Betrag auf ein Sparkonto überweisen.» So lässt sich rasch die Summe ansparen, die Sie im Krankheitsfall an Ihre Kasse überweisen müssen. Höhere Wahlfranchisen für Kinder lohnen sich nicht – diese sind zu oft krank. Spartipp 3: Rabatt für junge Erwachsene (19 bis 25 Jahre) Kassen dürfen 19- bis 25-Jährigen einen Rabatt von bis zu 30 Prozent gewähren. Das bietet von den 13 grössten Kassen nur die Visana. Viele ihrer Konkurrentinnen kürzen nun diesen Rabatt. Bei den Billigangeboten der Helsana entfallen sie neu sogar völlig. Ein Prämienvergleich drängt sich daher auf. Spartipp 4: Kostensparmodell wählen Wer sich im Krankheitsfall zuerst vom Hausarzt oder in einer HMO untersuchen lässt, zahlt bei Concordia, CSS und Swica bis zu 25 Prozent weniger. Etliche Kassen gewähren eine Ermässigung, wenn Sie sich vor einer ersten Behandlung ¬telefonisch beraten lassen. Bis zehn Prozent bieten Atupri, EGK, KPT und Visana, noch höher sind die Rabatte von ÖKK und Sympany. Gar 20 Prozent gewährt Compact One, das neue Sanitas-Günstigangebot: Es ist ein Telefonmodell für jene Kunden, die mit der Kasse in erster ¬Linie ¬online kommunizieren. Spartipp 5: Kassen für Gesunde Bis anhin bot dies nur der «Discounter der Kassen», die Assura: Der Kunde zahlt eine tiefe Prämie, dafür darf er Rechnungen erst einreichen, wenn die Höhe der gewählten Franchise überschritten ist. Dieses Modell kopieren jetzt CSS mit Sanagate, Helsana mit maxi.ch sowie Moove Sympany. Für Kranke eher ungeeignet. Quelle: www.blick.ch / 04.10.2009 Archiv: |