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Reserven bei Krankenkassen werden auf Rekordtief sinken


Die Reserven der Krankenkassen werden Ende 2009 mit durchschnittlich 4 Prozent des Prämienvolumens einen Tiefststand erreichen. Die Versicherern schlagen deshalb Alarm und drohen mit Prämienerhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent.


Gründe für die düsteren Prognosen gibt es gemäss dem Krankenkassenverband Santésuisse zwei: Einerseits klaffe eine Lücke zwischen Prämieneinnahmen und Gesundheitskosten. Santésuisse rechnet mit einem Minus von 1,6 Milliarden Franken für das Jahr 2008 - inklusive der Verlusten an der Börse von 600 Millionen Franken.


Auch für das Jahr 2009 sehe es nicht besser aus, bestätigte Nello Castelli, Direktionsmitglied beim Krankenkassenverband, verschiedene Medienberichte.


Zudem haben die Krankenkassen im "im dümmsten Moment" Wertpapiere verkaufen müssen, wie Santésuisse-Sprecher Felix Schneuwly gegenüber der "Berner Zeitung" sagte. Dies weil der Bundesrat die Kassen dazu verpflichtet habe, ihre Reserven zu senken. So sei ein Verlust von 600 Millionen Franken entstanden.


Nun drohen die Reserven gemäss Santésuisse unter das gesetzliche Minimum zu fallen. Bei den grössten Krankenkassen liegt das Minimum bei 10 Prozent des Prämienvolumens, die kleinsten Krankenkassen müssen 20 Prozent zur Seite legen. Der Durchschnitt liegt bei 11,5 Prozent.


Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das über die Krankenkassen wacht, will die Zahlen vorderhand nicht kommentieren, wie dessen Sprecher Daniel Dauwalder auf Anfrage sagte. Das BAG sei daran die finanzielle Situation aller Krankenkassen zu prüfen. Ergebnisse erwartet das BAG erst Ende Februar.


Quelle: www.bluewin.ch, 26.01.2009



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News Januar 2009